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Gebete aus den Exerzitien im Alltag
Du, Gott, der Du alles kannst,
gib mir einen Farbstift,
mit dem ich mein Leben bunt male mit kindlichen Träumen der Geborgenheit,
mit kleinen Zeichen der Hoffnung,
mit überraschenden Türen zu unbekannten Räumen,
mit klaren Fenstern ins Blau der Ewigkeit:
Dass ich sehe und spüre, dass gut ist, was ist, was war und was wird.
Dass ich sehe und spüre, dass mein Leben Spuren gelegt hat,
die nicht nur Du lesen kannst.
Dass ich sehe und spüre, dass mein Leben Früchte trägt:
reife und unreife, größere und kleinere,
und alle sind unter deinem Segen gewachsen.
Du, Gott, bilde in mir ab den Traum meines Lebens,
den Du längst geträumt hast vor aller Zeit
und lass mich ihn schmecken.
Amen.
Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich verzeihe, wo man beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist,
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich ein Licht anzünde, wo Finsternis regiert,
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt. Amen.
Auszug aus dem Gebet von Franz von Assisi