Änderung des Prozessionswegs an Fronleichnam

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Amokfahrten, bei denen Menschen Autos gezielt in Menschenmengen oder Versammlungen gesteuert haben – zuletzt in Leipzig.

Pfarrgemeinden werden deswegen schon seit Längerem immer wieder darauf aufmerksam gemacht, vergleichbare Veranstaltungen auf mögliche Gefährdungen zu überprüfen und abzusichern. Dazu gehört auch die Fronleichnamsprozession.

Wiederholt haben wir in diesem Zusammenhang versucht, die Donauwörther Straße während der Prozession auch für den Gegenverkehr sperren zu lassen, da dies für uns ein unkalkulierbares Risiko darstellt. Die Möglichkeiten, hier in die feiernden Gläubigen zu geraten, sind vielfältig. Da genügt schon ein Autofahrer, der zu ungeduldig ist, um zu warten, bis wir die Strasserkreuzung überquert haben.

Leider wurde uns vom Ordnungsamt mitgeteilt, dass eine Sperrung der Donauwörther Straße (ähnlich Silvesterlauf) für eine Fronleichnamsprozession nicht genehmigt werden kann. Ich bedauere das sehr, da eine Sperrung für die Prozession sicher nicht länger in Anspruch nehmen würde als für die Läufer.

Daher hat sich der Pfarrgemeinderat in seiner Sitzung vom 12. Mai dafür ausgesprochen, in diesem Jahr Hin- und Rückweg der Prozession durch die Schulstraße zu nehmen. Auf diesem Weg sind wir hervorragend durch die Feuerwehr gesichert. Da Fronleichnam schon bald ist, hatten wir nicht die Zeit, einen anderen Weg auszutüfteln. Der PGR wird das für 2027 überlegen.

Markus Dörre, Pfarrer

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